Interlining
Aus AirlineSimPedia
Unter Interlining versteht man Abkommen zwischen Airlines, die es ihren Kunden erlauben zwischen den beteiligten Partnern umzusteigen. Während dies in der Realität sehr komplexe Vetragswerke sind, basiert es in AirlineSim auf einem stark vereinfachten Modell.
Interliningabkommen
Damit Passagiere zwischen den Flügen zweier Airlines umsteigen können (siehe ORS), müssen diese ein Interliningabkommen geschlossen haben. Ein derartiges Abkommen bezieht sich immer auf das gesamte Netzwerk der Partner und ist nicht an einzelne Flughäfen oder gar Strecken gebunden.
Um ein Abkommen in die Wege zu leiten kann ein Unternehmen dem anderen einen Vetragsvorschlag zukommen lassen. Sobald die Gegenseite eingewilligt hat, tritt der Vetrag in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt sind die Netzwerke beider Beteiligten praktisch verknüpft und Passagiere (und Fracht) können zwischen den Flügen der Partner "umsteigen". Für das Umsteigen gelten die selben Regeln wie bisher: Mindestens die Mindestransferzeit des Flughafens, aber maximal 8 Stunden (24 Stunden bei abweichender Serverkonfiguration) dürfen zwischen Landung des ersten und Start des zweiten Fluges liegen.
Natürlich ist ein derartiges Abkommen nicht nur mit Vorteilen verbunden, sondern verursacht auch Kosten. Diese schlagen sich im Personalbedarf der neuen Mitarbeitergruppe "Netzwerkplanung" nieder. Jedes Abkommen erfordert mindestens einen Mitarbeiter bei jeweils beiden Partnern, meistens jedoch deutlich mehr in Abhängigkeit von der Größe und Komplexität der beteiligten Netzwerke. Man sollte also stets zwischen den Vor- und Nachteilen des Interlinings abwägen, bevor man planlos eine größere Menge von Abkommen schließt. Der Mitarbeiterbedarf wird zu jeder vollen Woche nach Abschluss des Vertrages aktualisiert.
Sollte ein Abkommen die Erwartungen nicht erfüllen oder sollte sich das Konzept der Partner ändern, so kann ein Interlining-Abkommen jederzeit gekündigt werden und läuft dann zum Ende der aktuellen Abrechnungswoche (des Vertrages) aus.
Beispiel
Um kurz die Funktionsweise an einem einfachen Beispiel zu erläutern: Airline ABC fliegt von Stuttgart nach Frankfurt, Airline DEF hat Flüge von Frankfurt nach New York im Flugplan. Ohne Interliningabkommen können Passagiere der ABC nicht auf den Flug der DEF umsteigen, haben also keine Möglichkeit ihre Reise von Stuttgart nach New York zu buchen.
Beide Airlines würden gerne ihre Auslastungen auf den genannten Flügen verbessern. Daher schließen sie einen Interliningvertrag ab. Jetzt können Passagiere direkt von Stuttgart nach New York fliegen, weil sie in Frankfurt von ABC zu DEF wechseln können.
Hat DEF in New York einen weiteren Partner, der Flüge nach Chicago anbietet, so wäre es den Passagieren aus Stuttgart möglich, ihre Reise sogar bis nach Chicago zu verlängern. Wohlgemerkt hat Airline ABC damit nichts zu tun, das heißt ein Partner der seinerseits viele Abkommen mit anderen Airlines hat stellt in vielen Fällen einen attraktiven Interlingpartner dar.
Internes Interlining
Wie man an den Interlingverträgen sieht ist die Organisation von Umsteigeverbindungen seitens der Airlines mit nicht unerheblichen Kosten verbunden. Dies gilt nicht nur für Verbindungen mit anderen Airlines, sondern auch im eigenen Netzwerk. In der Interliningverwaltung kann man diesen Service deaktivieren, wenn man also als Low-Cost-Carrier auf Umsteigeverbindungen verzichtet, so kann man sich diese Kosten sparen. Aber Vorsicht: Ohne Umsteiger dürften viele Strecken nur schwer zu bedienen sein.