Tutorial/1.5/Fortgeschrittene/Finanzen
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Im Menüpunkt „Finanzen“ haben Sie alle Instrumente zu Verfügung, um einen Überblick über ihre Finanzen zu bekommen, Kredite aufzunehmen und einen Börsengang zu starten.
Inhaltsverzeichnis |
Bilanz
Sie bekommen an dieser Stelle einen ersten Überblick über den wirtschaftlichen Erfolg ihres Unternehmens.
Zuerst sehen Sie eine vereinfachte Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung, kurz GuV. Näheres zur GuV erfahren Sie im nächsten Abschnitt.
Darunter sehen Sie in eine stark vereinfachte, laufende Darstellung einer Bilanz.
Eine Bilanz ist eine Gegenüberstellung von Vermögensgegenständen auf der Aktivseite und von Finanzierungsmitteln auf der Passivseite innerhalb einer genannten Abrechnungsperiode.
Auf der Aktivseite finden Sie sämtliche Vermögensgegenstände wie Gebäude, Flugzeuge, der Barbestand und das Sperrkonto. Die Konten der Vermögensgegenstände mindern sich durch Abschreibungen und Abgängen durch Verkauf von Gegenständen. Das Konto Flugzeuge umfasst neben den Wert der Flugzeuge auch den Wert der Kabineneinrichtung. Das Sperrkonto umfasst alle Kautionszahlungen, die durch Leasing von Flugzeugen veranlasst wurden.
Die Gegenseite, die Passiva, zeigt die Mittelherkunft des Unternehmens auf und gibt die Information darüber, in welchem Verhältnis das Vermögen durch eigenes oder fremdes Kapital gedeckt ist. Das Eigenkapital oder Aktienkapital (bei Tochterunternehmen) umfasst die Mittel, die dem Unternehmen ohne Verpflichtungen gegenüber dritten Personen zur Verfügung steht. Das Eigenkapital verändert sich durch Gewinn (Mehrung) oder Verlust (Minderung).Das Fremdkapital sind die Schulden des Unternehmens gegenüber Dritten. In Airlinesim entspricht das Fremdkapital die Summe der aufgenommenen Kredite bei der AS-Bank.
Die Bilanzsumme ist die Summe aller Bilanzpositionen einer Seite. Die Summen der Aktiv- und Passivseite sind immer gleich. Die Bilanzsumme ist eine Bezugsgrösse zur Ermittlung der Eigenkapitalquote.
Gewinn- und Verlustrechnung
Sie sehen hier eine detaillierte Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung.
Die Gewinn- und Verlustrechnung, kurz GuV, ist die Gegenüberstellung von Aufwendungen und Erträgen innerhalb einer bestimmten Abrechnungsperiode, die in Airlinesim auf sieben Tage festgelegt ist.
Die Erträge umfassen die Einnahmen durch das Verfügung stellen von Leistungen wie sämtliche Einnahmen aus Ticketverkäufen, Fracht, Ground-Handling und Logistik sowie Einnahmen aus dem Leasing von Flugzeugen an andere Unternehmen. Erträge erhöhen den Gewinn.Eine Einnahme aus dem Verkauf von Flugzeugen wirkt sich nicht auf den Gewinn aus, sondern stellt eine Umschichtung innerhalb der Vermögensseite dar (Erhöhung des Bankbestand, Verminderung des Vermögensbestand). Dies gilt auch für die Rückzahlung der Kaution nach der Rückgabe einer Leasingmaschine.
Die Aufwendungen umfassen sämtliche Ausgaben, die ausschließlich durch den Betrieb des Unternehmens veranlasst sind. Dazu gehören sämtliche Kosten wie z.B. für Treibstoff, Catering, Wartung, Leasing usw. Aufwendungen mindern den Gewinn. Die Aufwendungen sind nicht mit dem gleichzusetzen, was man als „Ausgaben“ versteht. Ein Kauf eines Flugzeugs ist nicht erfolgswirksam, sondern stellt wie der Verkauf eine Umschichtung innerhalb der Vermögensseite dar, nur in umgekehrter Richtung. Dies gilt auch für die Auszahlung der Kaution.
Abschreibungen auf Gebäude und Flugzeuge mindern den Gewinn, stellt aber keine Ausgabe dar und mindern daher nicht das Barvermögen.
In der detaillierten Darstellung finden sie in der ersten Spalte die Zahlen der laufenden Woche. In den weiteren Spalten haben sie die Möglichkeit, die Zahlen des Wochenabschlusses aus der letzten und der vorletzten Woche gezielt zu vergleichen und können die Veränderungen im Vergleich zum vorletzten Wochenabschluss nachvollziehen. Somit erhalten Sie Kenntnis über die genaue Kostenentwicklung des Unternehmens. Ganz am Ende finden Sie den Gewinn- oder Verlustbetrag sowie die Marge. Im unteren Abschnitt ist die Gewinnentwicklung ihres Unternehmens seit dessen Bestehen graphisch darstellt.
Zwischen der GuV und der graphischen Darstellung finden Sie den Termin des kommenden Wochenabschluss. Dieser Termin ist nicht veränderbar.
Kontoauszug
Wie bei einem Auszug ihres privaten Girokontos sehen Sie alle getätigten oder erhaltene Zahlungen der letzten 24 Stunden von dem Bankkonto des Unternehmens. Zum Beispiel wird jede Einnahme von einem Flug, aber auch jede direkten Kosten wie z.B. Treibstoff oder Flughafengebühren dargestellt. Mit zunehmender Entwicklung ihres Unternehmens und steigender Anzahl an Flügen wird auch der Kontoauszug immer umfangreicher!
Kredite
An dieser Stelle können Sie ihre Kredite einsehen und überpüfen, Sondertilgungen veranlassen oder neue Kredite aufnehmen.
In Abhängigkeit von der Kreditwürdigkeit (Rating, vorhandenes Fremdkapital, aktuelle Gewinnentwicklung) gewährt ihnen die AS-Bank Kredite. Falls Sie nicht kreditwürdig sind, haben Sie dementsprechend keine Möglichkeit zur Kreditaufnahme. Sind Sie kreditwürdig, bietet ihnen die Bank zu einem festgelegten Zinssatz unterschiedliche Kreditbeträge an. Wie hoch der maximale Kreditbetrag ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Näheres dazu sehen Sie im Artikel Kreditwesen.
Jeder Kredit wird in wöchentlichen Raten abgezahlt, und diese Zahlung umfasst neben der Tilgungsrate auch die Zinsen auf den jeweiligen Restbetrag.
Sofern Sie einen Kredit aufgenommen haben, sehen sie in der Darstellung den Restbetrag, die wöchentliche Tilgungsrate, der festgeschriebene wöchentliche Zinssatz, die anfallenden Zinsen zur kommenden Zahlung an die Bank sowie den genauen Termin der genannten Zahlung.
Bei entsprechendem Guthaben auf dem Bankkonto haben sie die Möglichkeit einen Kredit vollständig oder teilweise zurückzuzahlen. Wählen Sie dazu den gewünschten Kreditvertrag aus, den Sie auflösen möchten und geben Sie den gewünschten Betrag ein. Bedenken Sie dass entsprechend anteilige Zinsen, abhängig vom Zeitpunkt der Rückzahlung, gezahlt werden müssen.
Börse
Sie können an dieser Stelle einen Börsengang mit einer Tochtergesellschaft starten. Der Gang an die Börse ist gleichbedeutend mit einer Kapitalerhöhung. Das Mutterunternehmen (Holding) kann nicht an die Börse gebracht werden, da dieses einzig und allein ihren Account untersteht.
Es müssen bestimmte Voraussetzungen für den Börsengang erfüllt sein. Das Tochterunternehmen muss mindestens vierzehn Tage bestehen und mindestens ein Rating von A oder besser (AA, AAA) aufweisen.
Vor dem Börsengang
Bereits vor einem Börsengang kann man den ungefähren Börsenwert des Unternehmens bestimmen. Dazu addiert man das Aktienkapital (Bilanzkonto 3100) mit dem aktuellen Gewinn. Das Fremdkapital bleibt bei dieser Rechnung außen vor.
Durch einen Börsengang soll das Aktienkapital um 25% vergrößert werden, um so dem Unternehmen frisches Kapital zukommen zu lassen. Dies geschieht in Form neuer Aktien mit einem Nennwert von 100AS$, die an die Börse gebracht werden. Dazu ein Beispiel: Das Aktienkapital beträgt 17.000.000AS$, der aktuelle Gewinn 1.000.000A$, die Summe also 18.000.000A$. Es werden davon 25%, also 4.500.000 AS$, in Form von 45.000 Aktien zu 100AS$ an die Börse gebracht. Diese Anzahl der neu ausgegeben Aktien bleibt konstant.
Die eigene Holding, die vor dem Börsengang alle Anteile (100.000 Aktien) hält, wird nach diesem Beispiel 180.000 Aktien (80% der neuen Gesamtanzahl von 225.000 Aktien) halten.
Der Gang an die Börse
Sie starten den Börsengang, indem Sie ein sinnvolles Kürzel (max. sechs Zeichen, keine Leer- oder Sonderzeichen) eintragen und den Start des Börsengangs bestätigen. Dieser Vorgang ist nicht umkehrbar!
Der Börsengang ist nach 48 Stunden abschlossen, in dieser Zeit können Muttergesellschaften anderer Spieler ihre Aktien zeichnen. Die Beteiligung am Börsengang mit einer anderen eigenen Muttergesellschaft wird unterbunden.
Gezeichnet wird immer mit dem Nennwert der Aktie, also 100 AS$, auch wenn der Ausgabekurs ein anderer ist.
Abschluss des Börsengangs
Am Ende des Börsengangs wurde eine gewisse Stückzahl an Aktien gezeichnet (Nachfrage), die Anzahl der ausgegebenen Aktien (Angebot) bleibt jedoch konstant. Daher ist der Preis der Aktien variabel. Werden weniger als 100% der neuen Aktien gezeichnet, so liegt der Erstkurs der Aktie unter dem Nennwert von 100AS$. Die zeichnenden Holdings erhalten also mehr Aktien, für ihre Investionssumme zu einem geringerne Kurs. Werden mehr als 100% der neuen Aktien gezeichnet, so liegt der Erstkurs der Aktien über dem Nennwert von 100AS$. Die beteiligten Aktien erhalten weniger Aktien. Auch hierzu eininge Beispiele:
1. Es werden im obigen Beispiel nur 20.000 Aktien gezeichnet (44%): Der Börsengang ist gescheitert, die Aktionäre erhalten ihr investiertes Geld wieder.
2. Es wurden zweimal 10.000 und einmal 20.000 Aktien gezeichnet (88,9 %): Der Ausgabekurs beträgt 88.89AS$, die Investoren erhalten zweimal 11.250 bzw einmal 22.500 Aktien zu 88.89 AS$, das Unternehmen erhält 4.000.000 AS$.
3. Es wurden dreimal 25.000 und zweimal 30.000 Aktien gezeichnet (300%): Der Ausgabekurs beträgt 300.00AS$. Die Investoren erhalten dreimal 8.333 sowie zweimal 10.000 Aktien. Die Firma erhält 13.500.000 AS$.
Der Erlös des Börsenganges fließt in die Tochtergesellschaft.